Normalerweise schreibe ich hier irgendein Sprüchlein zur Einleitung des Tagesgeschehens. Heute weiß ich nicht was….
Varianten wären:
- Das Wetter bekommt immer recht
- Afrika, wo ist deine Hitze?
- Heute ist es das erste mal, dass ich mich über die Freude am Straßenbau der Marokkaner freue.
- Warum sind Regenkombis nie dicht?
Ihr seht, das Wetter war heute unerwarteterweise kalt und regnerisch und machte uns einen dicken Strich durch die Planung!


Nach einer kurzen Lagebesprechung stand fest: Unsere Tour in den Hohen Atlas können wir vergessen. Das wären alles nur Erdwege gewesen und die hätten bis auf knapp 3000 m hochgeführt.
Wenn ich etwas auf meinen Marokkoreisen gelernt habe, dann ist es, Planungen, die ich wirklich gerne umgesetzt hätte, wegen des Wetters aufzugeben. 

Die Strecke ging höher und höher und wurde von den Temperaturen her immer ungemütlicher.


Die Temperaturen waren also extrem ungemütlich, von der Kleidung her waren wir durchgängig nicht dafür ausgerüstet. Jens klagte innerhalb kürzester Zeit über einen Wassereinbruch, jeder Motorradfahrer weiß sofort, wo. Während Jens und ich wenigstens eine Griffheizung hatten um die Hände irgendwie ein bisschen warm zu halten, kämpfte sich Jürgen klaglos durch.
Wir stießen durch die Wolkendecke, das Visier beschlug, die Sicht war lausig, aber irgendwie kamen wir vorwärts. 





Irgendwann kamen wir nass und durchgefroren in Boumalne raus wo wir uns ein Omelette zum Mittagessen bestellten .
Wie wir auf Tinghir zufuhren, kamen wir in einer komplett neuen Retortenstadt an einem Carrefour vorbei. Eine Chance die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Nun landeten wir am Eingang der Todraschlucht in einem netten HotelCampingRestaurant.

Während ich hier erst ein Schläfchen hielt und dann den Blog schrieb, waren Jens und Jürgen noch zufällig in einem lost Place.



Zur Strecke:
Die zurückgelegte Distanz betrug 215 km, höchste Höhe 2900m, min Temperatur 6 Grad.
Morgen geht’s in die Wüste. Dann hoffentlich mal Afrika! 
