Melilla

Heute gibt’s keine Bilder.

Heute war ein besonderer Tag. Sehr besonders. Heute, wir hatten die Vorboten gestern wahrgenommen, war das islamische Opferfest. Das Fest ist für die Menschen, das Opfer bringen die Widder. Ich kann gar nicht beschreiben wie viele Schafe am Straßenrand, im Hauseingang geschlachtet wurden, in Gruppen wurde das Fell abgezogen, das Schaf ausgenommen, zerlegt und auf primitivsten Grills zubereitet. Das ganze Land richt nach gegrilltem Widder und wir bekommen nichts zu essen!

Alle Geschäfte haben geschlossen. Alle. Wir mussten über 100 km fahren, um überhaupt einen Kaffee zu bekommen. Zu essen bekamen wir gar nichts. Dafür waren die Straßen leer, absolut leer. Auf der Hauptstraße, wo sich sonst LKW an LKW reiht, war es wie ausgestorben. So konnten wir die 330 km im Rekordzeit hinter uns bringen.

Allerdings bekamen wir unterwegs ein Problem: um 11:10 Uhr schrieb die Fährlinie, dass unser Trip für heute Abend gecancelt ist und auf übermorgen verschoben wird. So fuhren wir ohne Umweg direkt in den Hafen und versuchten eine Klärung herbeizuführen. Aber da heute das Hochfest ist, war auch niemand an der Fährlinie anwesend. Wir suchten dann gegen 18:00 Uhr einen McDonald’s auf und als wir wieder kamen, war Gott sei Dank jemand vor Ort. Doch die Person wollte uns nur klarmachen, dass wir nur übermorgen fahren könnten. Und so wurde es ein bisschen laut, denn angeblich würden keine Alternativen funktionieren und umbuchen auf eine andere Variante ginge sowieso nicht. Wir könnten unsere Ansprüche auf der Webseite geltend machen. Aber wie immer, alles wird gut: Ich gab dem Buben ein paar Denkaufgaben und irgendwann griff der Knabe zum Hörer und hatte seinen Chef dran, und plötzlich konnten wir eine Passage von Melilla nach Malaga für heute Nacht bekommen. Faszinierenderweise wurde sie uns einfach umgebucht. Geht doch! Also alles gut.

Jetzt sind wir Melilla haben bereits unsere Tickets und freuen uns auf die Fähre, die wir um 22:30 Uhr betreten können.

Morgen früh um acht sollten wir in Malaga sein und müssen dann 200 km auf der Autobahn nach Norden ziehen zu unserem Auto.

Jetzt schauen wir, dass wir noch ein Bier bekommen und den Abend so abschließen

Sollten einen Haufen Schreibfehler im Text sein, Verzeihung, heute klappte es nur mit Spracheingabe. 

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